Hamburg wartet auf Queen Mary
Queen Mary 2 kommt wieder nach Hamburg
Der Luxusliner Queen Mary 2 (QM2) der Kreuzfahrtreederei Cunard legt am 1. August für etwa 20 Stunden am Grasbrookterminal in der HafenCity an. In Hamburg geht man davon aus, das der Besuch des Kreuzfahrtschiff der Superlativen zum größten Hafenspektakel in 2005 wird. 2004 waren beim letzten Besuch der QM2 400.000 begeisterte "Cruise-Spotter" gezählt worden.
Bereits am frühen Morgen, gegen 5.30 Uhr, wird die Queen Mary 2 begleitet die HafenCity von Hamburg erreichen und am Grasbrook festmachen. Begleitet wird sie schon bei der Einfahrt von mehr als 400 Barkassen und Motorbooten. Auf einer Videowand überträgt der NDR den ganzen Tag Reportagen rund um das Kreuzfahrtschiff. 780 Passagiere werden in Hamburg aussteigen, 950 an Bord gehen. Damit die Kreuzfahrer sich in Hamburg zurechtfinden, bekommen sie an Bord das Magazin "Queen Mary 2 Day". In Hamburg bringt sie ein Shuttle in die City. Gegen 23 Uhr legt die "Queen Mary 2" zu ihrer Transatlantik - Reise über Southampton nach New York ab. Zur Ausfahrt der "QM 2" gegen 23.30 Uhr wird an sechs Stationen elbabwärts (Kaispeicher A, Musical-Zelt, Neuer Elbtunnel, Petroleumhafen, Anfang Airbusgelände, Ende Airbusgelände) jeweils dann, wenn das Schiff passiert, ein Feuerwerk gezündet.
Für die Hansestadt werden die Kreuzfahrten immer wichtiger. "Die Kreuzfahrt-Aktivitäten sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für Hamburg und stärken die maritime Prägung der Stadt", erklärte Jürgen Bruns-Berentelg, der Chef von HafenCity .
Die Queen Marry soll auch 2006 dann wieder nach Hamburg kommen. Geplant sind dann zwei Besuche der Hansestadt.
Fünfundvierzig Elmshorner werden als Gruppe das ganze Spektakel hautnah erleben: Für Sie ist Hamburg der Ausschiffhafen nach Ihrer 9 - tägigen Nordmeerkreuzfahrt mit der Queen Mary 2.
Kreuzfahrten in Hamburg erfunden
Die Kreuzfahrtbegeisterung der Hamburger scheint einen weiteren Grund zu haben: In Hamburg sollen die Kreuzfahrten erfunden worden sein! Im Februar 1845 erschien in den "Hamburger Nachrichten" eine Anzeige in der Rob. M. Sloman, "Schiffs-Eigenthümer in Hamburg" (die Reederei gibt es heute noch!), Passagieren "Gelegenheit zur Theilnahme an einer Reise um die Welt" bot. Die Allererste öffentlich ausgeschriebene Kreuzfahrt. Das Kreuzfahrtschiff hieß damals "Germania" und war eine Segel-Fregatte. Versprochen wurde: "Das Schiff wird keinerlei mercantile Zwecke verfolgen, sondern soll in seiner ganzen Ausnützung und Raumbenutzung, in der Zeitbestimmung der ganzen Reise nur Rücksicht auf die Sicherheit, die Bequemlichkeit, die Unterhaltung und Belehrung des Reisenden nehmen." 2 Jahre hätte die Reise gedauert, allerdings kamen nicht genügend Passagiere zusammen - so fiel die Reise aus. (siehe auch Abendblatt)