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Reisebericht MS Astor, Norwegens Fjordwelt

Reisebericht MS Astor, „Norwegens Fjordwelt“ vom 26. Juli – 2. August 2008


Hamburg – Bergen – Geiranger – Gudvangen – Flam – Eidfjord - Hamburg


Seit Jahren suchten meine Frau und ich eine bezahlbare Kreuzfahrt zu den Fjorden Skandinaviens. Das in diesem Zielgebiet dominierende Unternehmen „Hurtigruten“ war uns einfach zu teuer, andere Veranstalter waren hier lange Zeit rar. Als wir dann im November 2007 auf das Angebot von Transocean Tours mit der MS Astor stießen, griffen wir nach einigen Recherchen im Internet sofort zu. Der Reisepreis (incl. Frühbucher-Rabatt) von 1.140,00 € p.P. für eine Glückskabine war für eine 7-tägige Kreuzfahrt auch nicht gerade billig; nach unserem Reinfall bei der letzten Kreuzfahrt mit der MSC Melody in 2006 hatten wir jedoch von Billig-Schnäppchen die Nase voll. Nachdem auch unser Reisebüro "Der Kreuzfahrer - Reiseservice Glaser" in Neuried bei München, über das wir fast alle unserer seitherigen 6 Kreuzfahrten abgewickelt haben, hier zuriet, buchten wir zu o.a. Preis die Glückskabine. An dieser Stelle sei angemerkt, daß wir immer die günstigste Kabinenkategorie nehmen, da sie uns zum Schlafen, Waschen und Umziehen allemal reicht, und uns eine Außenkabine mit evtl. etwas mehr Platz und einem Bullaugenfenster einen Mehrpreis von mind. 250 € nicht wert ist.


Nachfolgend haben wir unsere Eindrücke und Erfahrungen aufgeschrieben, da wir schon des Öfteren von Reiseberichten anderer profitierten. Der Bericht ist natürlich subjektiv, auch wenn wir die Meinungen anderer Mitreisender haben mit einfließen lassen. Als Maßstab dienten uns unsere 6 Kreuzfahrten im Mittelmeer zu den Kanaren und in der Karibik mit jüngeren und älteren Schiffen der 3- bis 4-Sterneklasse. Erwähnt sei für den Leser auch noch, daß wir beide um die 60 sind. Seitdem unsere Kinder aus dem Haus sind, fahren wir auf eigene Faust mit Auto, Zelt und Fahrrad, machen Städtereisen in der Gruppe und gönnen uns gelegentlich den Luxus einer Kreuzfahrt. Vorausschickend sei gesagt, daß sich die Kreuzfahrt für uns voll gelohnt hat und ein unvergeßliches Erlebnis war. Wir lernten die Fjordwelt kennen. Auf dem Schiff hatten wir nette Kontakte zu anderen Reisenden, haben viel gelacht und uns gut erholt. Das Wetter hat die ganzen 7 Tage wunderbar mitgespielt, was im Zielgebiet wohl eher die Ausnahme zu sein scheint (Bergen: durchschn. 240 Regentage im Jahr).


Anreise

Die An- und Abreise München-Hamburg und zurück buchten wir selber (hin und zurück 156,00 € für 2 Personen mit Air Berlin). Für das gegenüber den Angeboten von Transocean Tours somit gesparte Geld gönnten wir uns einen Tag in Hamburg. Wir bestellten im „Jungen Hotel“ in der Kurt-Schumacher-Allee 14, 10 Min. zu Fuß von Bahnhof und Innenstadt, ein DZ mit Frühstücksbuffet für 100 €. (für 2 Personen). Vom Flughafen fuhren wir mit dem Flughafenbus für 5 € p.P. in 25 Min. zum Bahnhof und gelangten von da in knapp 10 Minuten zu Fuß zu unserem Hotel. Das Hotel erwies sich als Glücksgriff, die Zimmer waren sauber und ordentlich ausgestattet, die Betten sehr gut, das Frühstücksbuffet ebenfalls o.k. und das Personal überaus freundlich und zuvorkommend. Wir verlebten einen schönen Tag mit Hafenrundfahrt bei strahlendem Wetter in Hamburg.


Ankunft auf der MS Astor

Am nächste Tag ließen wir uns nachmittags mit dem Taxi für 7 € zur MS Astor fahren. Die Koffer wurden sofort von dienstbaren Geistern aufgenommen und ins Schiff transportiert. Das Einschiffen erfolgte rasch und problemlos und wir wurden sofort zu unserer Kabine gebracht. Diese war freundlich eingerichtet, ordentlich und sauber, mit allem Notwendigen eingerichtet, wie immer in der Preiskategorie, klein, aber ausreichend. Die Betten waren ebenfalls o.k., das Bad gut ausgestattet, sogar die Duschbrause funktionierte einwandfrei. Unserer Innenkabine lag auf dem Baltic-Deck, der untersten „Etage“ für Passagiere, im Bug-Bereich. Dort war das Maschinengeräusch auch später bei voller Fahrt absolut nicht störend. Wie wir wußten, war das Schiff zwar nicht mehr das Neueste (Baujahr 1987), befand sich aber optisch und technisch, soweit als Laie zu beurteilen, in gutem Zustand.


Die Mitreisenden

Das Schiff war voll belegt. Die, wie man hörte, ca. 600 Passagiere waren vorwiegend aus den deutschsprachigen Raum und wie häufig meist „älteren Baujahrs“ (wie wir um die 60 und älter). Aber auch Familien mit Kindern oder Jugendlichen, teilweise mit Oma und Opa, bevölkerten die Decks. Die Mitreisenden waren i.d.R. angenehme Zeitgenossen, die. Rücksicht auf andere nahmen, was möglicherweise auch daran lag, daß es sich nicht um ein „Superangebots-Schnäppchen“ handelte.


Personal und Service an Bord

Hier gibt es nichts zu kritisieren. Ob Kapitän und Offiziere (meist Russen) oder Kellner und Stuarts sowie sonstiges Service-Personal in Restaurant, Bars und Lounges oder auf den Decks unterschiedlicher Nationalität mit vielen Deutschen, alle waren äußerst freundlich und hilfsbereit. Bordsprache war Deutsch. Die Kabine wurde ordentlich aufgeräumt, Handtücher auf Wunsch gewechselt und das Bad ordentlich gesäubert. Natürlich hatte nicht jeder Hilfskellner eine abgeschlossene Ausbildung. Aber das war auch nicht nötig, wir waren ja schließlich nicht auf einem Luxus-Liner mit den dann entsprechenden Preisen. Sehr angenehm war, daß das bei Kreuzfahrten übliche und häufig zu Ärger führende Trinkgeld bereits im Reisepreis beinhaltet war, was natürlich keinen daran hinderte, bei besonders gutem Service noch ein paar Euros springen zu lassen.


Speisen und Getränke

Hier gab es ebenfalls nichts zu kritisieren. Alle Speisen vom Frühstück bis zum mehrgängigen Abendessen im Restaurant (2 Sitzungen) oder Buffet im Überseeclub waren geschmackvoll, vielfältig, reichhaltig und nett hergerichtet, die Getränke gepflegt und preislich voll akzeptabel (Becks-Bier vom Faß (0,4 l) = 3,10 / Cola (0,3 l) = 2,10 €).


Bordleben Veranstaltungen

Egal ob an Deck oder in den diversen Räumen war es sehr angenehm, keine aufdringliche Animation, wie heute meist zu finden, keine unangenehme Lautsprecherdurchsagen oder Musikberieselung, kein Kampf um Stühle/Liegestühle. Die Pools (außen und innen) wurden bei dem herrlichen Wetter gut angenommen, waren aber nie überfüllt. Die Bibliothek war gut bestückt. Weitere Bordeinrichtungen, wie Wellness-Oase mit Fitness-Center,  Sauna - Solarium - Massage usw. haben wir nicht in Anspruch genommen.
Das Abendprogramm war eher bescheidener Natur, um hieran Gefallen zu finden, hätten wir möglicherweise noch etwas älter sein müssen. Auf einem Schiff dieser Größenordnung dürfte es allerdings auch schwer sein ein gutes und damit teures Abendprogamm zu finanzieren. Wer jedoch lediglich das Tanzbein schwingen wollte, hatte durchaus Gelegenheit hierzu, die hier gebotene Live-Musik war durchaus akzeptabel.


Landausflüge

Wie bei allen Kreuzfahrten waren die buchbaren Landausflüge unverschämt teuer. Daher haben wir nur einige wenige gebucht und uns ansonsten allein auf die Socken gemacht. Z.B. haben wir uns das wunderschöne Städtchen Bergen mit Hafen und Markt allein angeschaut, was ich nur empfehlen kann. Eine kleine, aber doch für ältere Leute recht anstrengende geführte Wanderung von Bergen mit der Seilbahn zum Plateau und auf den Rudemanen war, wenn man vom Preis absieht, ebenfalls recht schön. Dagegen war der Halbtagesausflug von Flam mit der Flamsbahn für 65 € jedoch ein Reinfall. Eine Zugfahrt mit vielen Tunneln, zu kurzen Zwischenstopps, kaum Erklärungen durch die örtlichen Reiseleiter, langer Wartezeit bei großer Hitze im Zug und langem Aufenthalt am Bahnsteig wegen verspäteter Rückfahrt waren den Preis keinesfalls wert. Auf unsere diesbezüglich Beschwerde direkt am nächsten Tag wurde jedoch umgehend reagiert, der Kreuzfahrtleiter lud uns umgehend zu einem Gespräch ein und bemühte sich in ansprechender Art, die Wogen zu glätten. Eine gute Flasche Wein zum Abendessen machte die geschilderten Fakten zwar nicht ungeschehen, zeigte aber, das unsere Kritik angekommen war. Ein entsprechendes Mail an den Veranstalter Transocean Tours nach der Kreuzfahrt wurde postwendend beantwortet und einige Wochen später erhielten wir ein formelles Entschuldigungsschreiben verbunden mit einem Blumenstrauß. Diese Art der Reaktion würde ich beispielhaft nennen und sollte durchaus Schule machen.


Abschließende Bemerkungen

Sieht man von dem geschilderten Ausrutscher beim Ausflug ab, war es ein rundherum gelungene Reise, die voll unseren Erwartungen entsprach und ihren Preis wert war.


Wolfgang Metzger
85570 Ottenhofen

Wolfgang Metzger

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